Steinreich an Erinnerungen – Das Regionalfinale der First Lego League in Regensburg

Für die ProGramers stand im Rahmen der First Lego League zu Beginn dieses Monats ein langes und spannendes Wochenende an. Nachdem das Team beim Regionalwettbewerb an der Hochschule mit dem ersten Platz in die nächste Runde weiterkam, stand am Freitag, dem 28.02. in der Früh die Anreise nach Regensburg an. Dort würden dann am 01. März beim Qualifikationswettbewerb (dem Semifinale von Deutschland, Österreich und Schweiz) alle 19 Siegerteams aus dem Süddeutschen Raum an der OTH Regensburg gegeneinander antreten. Morgens trafen sich alle teilnehmenden ProGramers am Bahnhof und begaben sich gemeinsam mit Herrn Hartmann, dem betreuenden Lehrer und Coach, und Frau Schellknecht als Begleitung auf eine gemeinsame Zugfahrt nach Regensburg.

Am selben Tag erwartete sie noch eine wirklich interessante Stadtführung mit Erzählungen über das mittelalterliche Zeitalter. Regensburg hatte eine sehr günstige Handelslage, so konnte die Stadt sich einen Status aufbauen und war unabhängig von Bayern. Jedoch rechneten die Regensburger immer mit Angriffen Bayerns. Eines der Regensburger Wahrzeichen ist die Steinerne Brücke. Aber wieso „steinern“? Regensburg war im Mittelalter steinreich. Und dies bezog sich nicht unbedingt auf das Geld, sondern vor allem auf die Steine. Regensburg konnte eine der ersten Steinbrücken des Mittelalters bauen. Das Stadtbild ist geprägt von imposanten Bauten und einer erstaunlichen Architektur. Schon beim Durchqueren unterschiedlicher Straßen erinnerten die Gassen an die bekannte „Winkelgasse“ aus Harry Potter. Sehenswert war auch der Regensburger Dom, der trotz vorübergehendem Umbau beeindruckend war. Der erste Tag diente zuletzt zu den letzten Vorbereitungen für den großen Tag, einigen Proben und Technikchecks.

Der Samstag war der entscheidende Tag: Die ProGramers fuhren voller Elan und dem Ziel, ihr Bestes zu geben, früh morgens zur OTH Regensburg, wobei sie von der Hochschule Fulda unterstützt wurden. Zur Begrüßung versammelten sich zunächst alle Teams in den Räumlichkeiten. Daraufhin stand ein volles Programm an: Die erste Proberunde begann und kurze Zeit später stellte das Team seinen Forschungsauftrag über die Biolumineszenz von Bakterien, um Tauchern unter Wasser das Forschen zu erleichtern und nachhaltiger zu machen, vor. Das Robot-Game, welches aus drei Runden bestand, erwies sich insofern als erfolgreich, dass die ProGramers bei den Finalrunden antraten. Obwohl diese nicht unter die ersten vier platzierten Teams kamen, konnten sie sich über einen 7. von 19 zu vergebenden Plätzen freuen. Ein kleiner Erfolg, welcher jedoch großen persönlichen Fortschritt für das Team auszeichnete. Bei einem gemeinsamen Abendessen tauschten wir unsere Emotionen und Erzählungen über den Tag aus, welcher trotz verpasstem Einzug in die nächste Runde einen riesengroßen Spaß bereitet hat. Denn der Wettkampf, ein selbstgeschriebener Song und ein Pizzaessen stärkten unseren Teamgeist und die Motivation, nächstes Jahr mindestens genauso hart zu kämpfen, umso mehr.

Am Sonntag stand schließlich die Heimreise an, aber nicht ohne noch einmal in die Geschichte Bayerns einzutauchen. Unser Besuch im Haus der Bayerischen Geschichte gab faszinierende Einblicke in die Geschichte der Region. Anschließend konnte man während der Freizeit einen Abstecher in die historische Wurstkuchl machen, um sich Wurstsemmeln zu holen, das Dackelmuseum besuchen oder ein Eis bei einer der besten Eisdielen Regensburgs essen. Diese Reise war mehr als nur ein Wettbewerb. Sie zeichnete sich ab als Erfahrung, die unser Team näher zusammengebrachte, uns viele neue Erfahrungen und Erkenntnisse bescherte und vor allem schöne Erinnerungen hinterließ. Erinnerungen, die mindestens genau so wertvoll sind wie das „steinreiche“ Regensburg selbst.

(Miriam Wagenhäuser und Sofie Gorbunov)