Im November 2025 unternahmen die beiden Chemie-Leistungskurse (von Herrn Goebel und Frau Schleipen) und ein Chemie-Grundkurs eine eindrucksvolle und spannende Exkursion zum Hauptstandort der BASF in Ludwigshafen, dem größten zusammenhängenden Chemieareal der Welt. Frau Schleipen hatte den Besuch der Ausstellung, eine anderthalbstündige Werks-Erkundungs-Tour der knapp 10 Quadratkilometer großen Fläche des Standortes sowie die Besichtigung der ca. 200 Produktionsanlagen organisiert. Viele von diesen Anlagen werden aktuell auf „Green Chemistry“ umgebaut, wodurch sie insgesamt nachhaltiger und energiesparender produzieren sollen. Dabei konnten sich die Schüler entweder den Steamcracker oder die Chlor-Alkali-Synthese genauer anschauen.

Der Steamcracker, eines von zwei Herzstücken des Werkes, beeindruckte insbesondere durch seine Dimensionen und die gigantischen Energiemengen, die für die Spaltung von Kohlenwasserstoffen benötigt werden. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, wie aus langkettigen Kohlenwasserstoffverbindungen durch thermische Spaltung wichtige Grundchemikalien wie Ethen und Propen gewonnen werden, die die Basis für zahlreiche weitere Produkt im Alltag bilden.
Die zweite Gruppe lernte die Chlor-Alkalie-Synthese näher kennen. Dabei steht vor allem die moderne Membranzellen-Elektrolyse im Mittelpunkt. Dazu gab es anschauliche Erklärungen, wie aus Kochsatzlösung durch elektrische Energie die wichtigen Industriechemikalien Chlor, Natriumhydroxid und Wasserstoff gewonnen werden. Dies verbindet die bereits in dem Unterricht gelernte Theorie mit einer praktischen Funktion, die so in der Industrie verwendet wird.

Außerdem gab es noch eine Führung durch die interaktive Ausstellung des Besucherzentrums der BASF. Diese ist themenbasierend auf verschiedenen Etagen aufgebaut. Von Chemie im Alltag, über die Geschichte der BASF bis zur Umwelt, Mobilität, Forschung und vieles mehr. Im Allgemeinem verbraucht die BASF in Ludwigshafen ca. 1% der gesamten Energie von Deutschland, was für einen einzelnen Standort verhältnismäßig viel ist.
Die Exkursion bot somit den Schülerinnen und Schülern wertvolle Einblicke in die industrielle Chemie und zeigt eindrucksvoll, wie theoretische Inhalte im realen Produktionsmaßstab umgesetzt werden. Mit vielen neuen Eindrücken, Informationen sowie einen Besuch bei einem lokalen Kebap-Grill kehrten die Kurse begeistert zurück.
Rosalie Kreß