Italienaustausch Alba 2025

Vom 22. bis zum 28. Oktober 2025 machten sich 16 Schüler und Schülerinnen der Q1 und der E-Phase gemeinsam mit Herrn Kleinschmidt und Frau Friedrich auf den Weg nach Italien, um ihre Austauschpartner und -partnerinnen in Alba in der Region Piemonte zu besuchen.

6 Tage durften wir ein Alltagsleben in unseren Gastfamilien erleben und die Kultur Albas sowie die wunderschöne Region Piemonte kennenlernen. Bekannt ist die im Nordwesten liegende Region Piemonte für ihren Wein, Nüsse, den weißen Trüffel und für ihre wunderschönen im Gebirgszug der Langhe liegenden Weinberge. Natürlich haben wir auch das italienische Schulleben kennengelernt und durften jeden Vormittag mit unseren Austauschschülern und -schülerinnen den italienischen Unterricht besuchen.

Am Mittwochmorgen begann unsere Reise. Nach einer Zugfahrt nach Frankfurt und dem Flug nach Turin ging es mit dem Zug weiter nach Alba, wo wir am Abend herzlich von unseren Gastfamilien empfangen wurden und den ersten Abend mit ihnen verbrachten. Schnell merkten wir, dass uns eine spannende Woche voller neuer Eindrücke erwartete.
Am zweiten Tag durften wir direkt den italienischen Schulalltag kennenlernen und nahmen vormittags am Unterricht teil. Anschließend führten uns am Mittag unsere Austauschpartner und -partnerinnen durch Alba und berichteten auf Deutsch von der Geschichte und den Besonderheiten der Stadt. Nach etwas Freizeit am Nachmittag ging es in Museo del Tartufo, in das in Alba sich befindende Trüffelmuseum, wo wir viel über den regionalen und weltweit beliebten weißen Trüffel gelernt haben. Den Abend haben wir schließlich in unseren Gastfamilien ausklingen lassen.

Auch der dritte Tag begann mit Unterricht am Morgen. Danach machten wir uns bei blauem Himmel und strahlender Sonne auf den Weg in die Weinberge, wo wir zunächst eine Trüffelsimulation erleben durften. Mit großer Faszination durften wir einem kleinen Trüffelhund zuschauen, wie er weißen Trüffel unter der Erde erschnüffelte. Anschließend ging es weiter auf das Weingut Rivetti. Dort erhielten wir spannende Einblicke in die Arbeit eines Weingutes und lernten viel über die Region Piemonte. Jährlich kommen etliche Touristen in die Region, um die beeindruckenden Weinberge zu erkunden und Wein zu kosten, jedoch auch um zu wandern und um Radsport zu tätigen. Eine kleine Weinprobe von 3 Weinen des Weingutes Rivetti zum Abschluss hat die ganze Gruppe gefreut. Der restliche freie Nachmittag verlief entspannt und bot Zeit zur freien Gestaltung.

Ein besonderes Highlight der Woche war der Ausflug nach Turin am Samstag. Nach der gemeinsamen Besichtigung der Stadt besuchten wir das Museo del Cinema in der Mole Antonelliana-eines der bekanntesten Wahrzeichen Turins. Die Mischung aus Filmgeschichte, interaktiver Ausstellungen und beeindruckender Architektur war ein echtes Erlebnis. Mit einem gläsernen Panoramaaufzug durften wir zum Abschluss die Mole Antonelliana hinauffahren und die Aussichtsplattform betreten. Von dort aus hatten wir einen atemberaubenden Ausblick über ganz Turin bis hin zu den Alpen. Am Abend ging es zurück nach Alba, wo wir gemeinsam in der Pizzeria „Da Gio di Alba“ essen waren.

Der Sonntag stand uns zur freien Verfügung und wurde in den Gastfamilien unterschiedlich gestaltet.
Am sechsten Tag nahmen wir noch einmal am Unterricht teil, bevor uns eine Besichtigung des traditionsreichen Unternehmens Ferrero in Alba erwartete. Mit Reinraumkleidung durften wir durch die riesige Produktion und neben den Fließbändern laufen und tatsächlich auch frisch hergestellte Ferrero Klassiker vernaschen. Die Fabrik ist der größte Arbeitgeber der Region und ist der Grund für den Schokoladenduft in den Straßen Albas, welcher selbstverständlich für Begeisterung bei den deutschen Schülerinnen und Schülern sorgte. Der Nachmittag war frei, bevor wir am Abend unsere gemeinsame Abschiedsparty mit leckerem Mitbringbuffet feierten – ein schöner und emotionaler Abschluss nach einer intensiven Woche.
Am Bahnhof in Alba verabschiedeten wir uns am nächsten Morgen schweren Herzens von unseren Austauschpartnern und -partnerinnen und machten uns auf die Rückreise nach Deutschland.
Der Austausch war eine großartige Möglichkeit, nicht nur die italienische Kultur, das Alltagsleben und Traditionen sowie die Sprache kennenzulernen, sondern auch echte Freundschaften zu vertiefen. Freundschaften und Wertschätzung innerhalb der deutschen Gruppe und vor allem auch zwischen der deutschen und italienischen Gruppe. Die Woche und Erlebnisse in Alba werden wir sicher noch lange in Erinnerung behalten- und wir können zukünftigen Italienischlernenden nur wünschen, dass sie dieselbe Erfahrung machen dürfen.

Jana Wierlacher