Nach Jahren der Vorbereitung war es am vergangenen Sonntag endlich soweit: 15 Schülerinnen und Schüler aus dem israelischen Petach Tikva trafen gemeinsam mit ihren Begleitern Merav Margolin und Shay Zinaa zum Besuch in Fulda ein. Vom Flughafen in Frankfurt ging es zunächst an die Winfriedschule, wo die Gastfamilien warteten. Schulleiter André Müller begrüßte die Gruppe, denn vier Tage lang würden die Gastschüler bei ihren Partnerschülern von der Winfriedschule wohnen.
Schon lange hatten die Gäste über Online-Meetings in Kontakt mit ihren Partnern aus Deutschland gestanden und sich kennengerlernt, konnten jetzt aber endlich „in echt“ Zeit gemeinsam verbringen und ein abwechslungsreiches Programm in und um Fulda genießen. So gab es unter anderem Führungen zur Stadt Fulda und zu Orten jüdischer Geschichte in Fulda, eine Gedenkzeremonie am Platz der früheren Synagoge, Ausflüge nach Point Alpha und auf die Wasserkuppe in der Rhön sowie einen Bowling-Abend.
Außerdem wurde die Gruppe von Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld empfangen und herzlich begrüßt. Dieser Besuch der Gäste aus Israel soll der Auftakt für weitere Schüleraustausche im Rahmen einer Städtpartnerschaft zwischen Fulda und Petach Tikva sein.
Für viel Unterhaltung sorgten die gemeinsamen Stunden mit Essen, Spielen und Tänzen in den Räumen der Jüdischen Gemeinde in Fulda. Hierfür hatten Schülerinnen und Schüler aus Petach Tikva und aus Fulda Verschiedenes vorbereitet, um sich und die jweiligen Länder und Regionen noch besser kennenzulernen. Gar nicht so einfach, bei gezeigten Bildern oder angespielten Liedern zu erkennen, ob sie aus Israel oder etwa einem der umliegenden Länder stammen!
Neben der Beauftragten der Stadt Fulda für jüdisches Leben, Anja Listmann, wurde die Gruppe mit Frau Nücher, Herrn Emmerich, Herrn Goebel und Herrn Brand auch von Lehrkräften der Winfriedschule begleitet. Die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler waren zunächst Teil der AG Jüdisches Leben in Fulda an der Winfriedschule. Sie haben sich dann mit Frau Listmann intensiver auf den Austausch vorbereitet und sich z.B. regelmäßig in Videokonferenzen mit ihren Partnern aus Israel getroffen. So sind schon früh enge Kontakte entstanden und mit dem Besuch Freundschaften gewachsen. Allen fiel es schwer, sich am Donnerstag wieder von den liebgewonnenen Gästen aus Petach Tikva zu verabschieden. Es bleibt ja aber die Vorfreude darauf, dass dies nicht die einzige Begegnung mit Petach Tikva bleiben wird.
(Robert Brand)